Bor. Mönchengladbach

Aktuelles

Borussia verpflichtet Granit Xhaka
Der 19 Jahre alte Mittelfeldspieler absolvierte heute in Mönchengladbach die sportärztlichen Untersuchungen und unterschrieb im Anschluss einen Fünfjahresvertrag bis zum 30. Juni 2017 bei Borussia. Xhaka ist mit dem FC Basel 2011 und 2012 Schweizer Meister und in dieser Saison auch nationaler Pokalsieger geworden. Für die Schweizer Nationalmannschaft kam er bislang in sieben Länderspielen zum Einsatz. Mit der U17-Auswahl der Eidgenossen gewann er 2009 den WM-Titel. ?Bei unseren Bemühungen um Granit Xhaka standen wir in Konkurrenz zu einer ganzen Reihe von europäischen Topclubs und freuen uns, dass es uns gelungen ist, ihn zu Borussia zu holen?, so Sportdirektor Max Eberl. ?Ich bin überglücklich, dass der Vertrag jetzt unterschrieben ist", sagt Xhaka, der bei Borussia die Rückennummer 34 erhält. ?Die Entscheidung ist mir nicht schwer gefallen. Ich habe mich von Anfang an für Borussia entschieden, weil es ein fantastischer Verein ist.? Xhaka wurde am 27. September 1992 im Kosovo geboren und kam mit seinen Eltern schon früh nach Basel. Dort begann er beim FC Concordia das Fußballspielen. 2003 wechselte der Mittelfeldspieler zu den Junioren des FC Basel. Seit der Saison 2010/2011 gehört er zum Kader der Profimannschaft. Sein Debüt feierte Xhaka Ende Juli 2010 im Qualifikationsspiel zur Champions League beim VSC Debrecen. Beim 2:0-Sieg in Ungarn steuerte er den zweiten Treffer bei. In der Liga gab er seinen Einstand beim 1:1-Unentschieden am sechsten Spieltag beim FC Thun. Gegen Thun gelang ihm im Mai 2011 beim 5:1-Erfolg auch sein erstes Tor. In dieser Spielzeit kam Xhaka bislang auf 23 Spiele und erzielte dabei einen Treffer. In der Champions League bestritt Xhaka acht Partien, ehe der FC Basel im Achtelfinale am FC Bayern München scheiterte. Hinzu kommen sechs Spiele im Schweizer Pokalwettbewerb. Der 1,86 Meter große Mittelfeldakteur durchlief ab der U17 alle Auswahlmannschaften der Schweiz. Im Mai vergangenen Jahres wurde Xhaka erstmals von Trainer Ottmar Hitzfeld in die Nationalmannschaft berufen. Beim 2:2 im EM-Qualifikationsspiel in England kam er 90 Minuten im zentralen Mittelfeld zum Einsatz. Beim 1:0-Auswärtssieg in Luxemburg Mitte November 2011 erzielte er sein erstes Länderspieltor.
Xhaka exklusiv
Kaum da, ist Borussias Neuzugang auch schon wieder weg. Kein Wunder, schließlich stehen für den Mittelfeldspieler in dieser Saison noch Pflichtspiele mit dem FC Basel und Länderspiele mit der Schweiz auf dem Programm. Wer sich jedoch sofort einen ersten Eindruck vom eidgenössischen Nationalspieler machen möchte, hat im Fohlen.TV die Möglichkeit dazu. Egal ob bei der sportmedizinischen Untersuchung, der Unterschrift unter seinen Fünfjahresvertrag oder der Präsentation seines zukünftigen Trikots - Borussias Internetfernsehen ist dem 19-Jährigen nicht von der Seite gewichen. Klickt rein unter www.fohlen.tv und seht selbst. Viel Spaß!
Ter Stegen und Reus ziehen mit DFB-Elf um
Am heutigen Freitagvormittag fliegt der DFB-Tross von Sardinien nach Nizza, wo ganz in der Nähe bis zum 30. Mai das zweite Trainingslager stattfindet. Einen Tag zuvor gibt Bundestrainer Jogi Löw sein endgültiges Aufgebot bekannt, in dem natürlich gerne auch ter Stegen stehen möchte, der mit Tim Wiese und Ron-Robert Zieler um zwei EM-Tickets kämpft. ?Wenn es am Ende klappt, wäre es sehr schön. Auf diesen Moment arbeite ich hin?, sagt Borussias Nummer eins. Im Gegensatz zu ter Stegen hat Reus seinen Platz im EM-Kader bereits sicher. Löw äußert sich sehr positiv über den 22-Jährigen. ?Marco hat in diesem Jahr wirklich sehr gut gespielt. Er hat eine sehr positive Entwicklung gemacht?, so der Bundestrainer über Reus, der sein Debüt in der Nationalelf mehrmals wegen Verletzungen absagen musste und aus diesem Grund erst auf vier Einsätze kam. ?In der Nationalmannschaft ist er noch dabei, sich seine ersten Sporen zu verdienen. Die EM ist sein erstes Turnier. Er war einer der Spieler der Saison. Ich habe ihn zuletzt gesehen beim Spiel in Mainz. Seine Effizienz war hervorragend, zwei Tore eine super Vorlage?, meint Löw, dem zudem Reus? Vielseitigkeit gefällt: ?Ein Spieler wie Marco ist auf verschiedenen Positionen einsetzbar. Er kann auf der Seite spielen, er kann aus dem offensiven Mittelfeld agieren. Ich kann mir auch gut vorstellen, ihn ganz vorne zu sehen. Wir müssen ihn im Training auch mal im Sturm testen.? Für Reus wäre das keine große Umstellung, schließlich lief er für Borussia in der vergangenen Saison meist im Angriff auf, erzielte in der Bundesliga 18 Tore selbst und bereitete elf weitere VfL-Treffer vor. ?Wenn der Gegner sehr tief steht und Marco ganz vorne spielt, ist er auch aus unserem Kombinationsspiel heraus in der letzten Linie anspielbar. Er kann sich schnell drehen, er ist wendig, beweglich und abschlussstark?, so Löw. ?Von daher kann ich mir gut vorstellen, dass Marco Reus gegen eine defensive Mannschaft auch mal ganz vorne spielt. Das ist jedenfalls eine Überlegung wert. Ich bin mir relativ sicher, dass er das ganz gut erfüllen könnte.?
U23 will Sieg zum Abschluss
Den dritten Tabellenplatz in der Regionalliga West hat die Mannschaft von Trainer Sven Demandt bereits sicher. Mit einem Erfolg am morgigen Samstag (Anpfiff: 14 Uhr im Rheydter Grenzlandstadion) könnte die U23 ihre sehr gute Saison krönen. Immerhin winkt der inoffizielle Titel des besten Heimteams. ?Das sollte unser Ziel sein?, so Demandt. ?Wir haben zu Hause eine sehr gute Saison gespielt und es wäre schade, wenn wir ausgerechnet das letzte Spiel verlieren würden.? Die Gäste aus Rheinhessen rangieren im gesicherten Mittelfeld. Das Hinspiel gewann die Demandt-Elf 2:1. ?Mainz hat eine ähnliche Qualität wie wir und verfügt über eine sehr junge Mannschaft?, so Demandt. Im Saisonverlauf habe sich das Mainzer Team aber nicht konstant genug präsentiert. Borussias U23 hingegen absolvierte eine sehr gute Spielzeit und mischte lange Zeit im Aufstiegsrennen mit. Dort fällt am Wochenende die Entscheidung zwischen den Sportfreunden Lotte und der U23 von Borussia Dortmund. In das letzte Saisonspiel geht Demandt ohne größere personelle Probleme. Lediglich die Innenverteidigung bereitet ihm etwas Sorgen. Tim Heubach fehlt wegen seines Schlüsselbeinbruchs. Bernhard Janeczek hat Probleme mit dem Zeh, sollte aber für die Begegnung zur Verfügung stehen. Muhittin Bastürk, der auch in der Abwehrzentrale spielen könnte, ist gesperrt. Christoph Zimmermann aus der U19 wird deshalb wohl wieder zum Einsatz kommen. Unklar ist zudem der Einsatz des erkrankten Jochen Schumacher.
Daems siegt ? Mittelfeldspieler gesucht
Mit 34 Prozent aller Stimmen konnte der Belgier die Wahl zum besten Abwehrspieler der Rückrunde knapp für sich entscheiden. Für Rechtsverteidiger Tony Jantschke votierten 32 Prozent. Dante und Roel Brouwers (je 13%) sowie Martin Stranzl (8%) lagen deutlich hinter dem Duo. Damit steht der erste Kandidat für die Wahl zum Borussen der Rückrunde fest. Jetzt möchten wir wissen, wer in euren Augen Borussias bester Mittelfeldspieler der zweiten Halbserie gewesen ist. Ebenfalls keine leichte Wahl, hier sind die Kandidaten: Juan Arango Der Venezolaner ist Borussias einziger Feldspieler, der in allen 34 Spielen dieser Saison auf dem Platz stand. Lediglich zweimal wurde der 32-Jährige ausgewechselt. Auch in der Rückrunde avancierte Arango zum wertvollen Scorer. Sechs Torvorlagen stehen in der zweiten Saisonhälfte für ihn zu Buche. Zudem erzielte er wie schon in der Hinrunde auch drei Tore selbst: Beim 2:1-Auswärtssieg in Kaiserslautern vollendete er einen schönen Angriff über de Camargo und Reus mit dem Außenrist des linken Fußes. Gegen Schalke traf er mit einem direkt verwandelten Freistoß. Und im Derby gegen den 1. FC Köln zirkelte er wie im Hinspiel aus rund 22 Metern halbrechter Position einen Freistoß sehenswert über die Mauer hinweg genau ins rechte Eck. Bundesliga-Rückrundenstatistik Juan Arango: Spiele: 17, Einw-/Ausw.: 0/2, im Kader ohne Einsatz: 0, Tore: 3, Assists: 6, Gelbe Karten: 2, Rote/Gelb-Rote Karten: 0/0 Roman Neustädter Mehr als 85 Prozent der Pässe, die Neustädter in dieser Saison spielte, kamen auch beim Mitspieler an. Das ist der beste Wert aller Gladbacher Mittelfeldspieler. Der 24-Jährige war zudem immer einer der lauffreudigsten Borussen. Regelmäßig spulte er in den Partien mehr als zwölf Kilometer ab. Der künftige Schalke überzeugte zudem mit guten Zweikampfwerten. In der Rückrunde lief er in fast allen Spielen auf. Verletzungsbedingt wurde er gegen Köln ausgewechselt und verpasste nur die anschließende Partie in Dortmund. Am letzten Spieltag gelang ihm seine einzige Torvorlage, als er Reus mit einem feinen Pass das zwischenzeitliche 2:0 in Mainz auflegte. Bundesliga-Rückrundenstatistik Roman Neustädter: Spiele: 16, Einw-/Ausw.: 0/2, im Kader ohne Einsatz: 0, Tore: 0, Assists: 1, Gelbe Karten: 1, Rote/Gelb-Rote Karten: 0/0 Havard Nordtveit An der Seite von Neustädter spielte zumeist Havard Nordtveit im zentralen Mittelfeld. Der Norweger präsentierte sich auch in der Rückrunde äußerst zweikampfstark und kam sogar zu seinem ersten Saisontor. Bei der 1:2-Niederlage in Hannover traf Nordtveit nach einem beherzten Antritt mit der Picke ins linke untere Eck. Seine konstant guten Leistungen wurden mit der Berufung in die norwegische A-Nationalmannschaft belohnt, nachdem er in der Hinrunde noch in der U21 seines Heimatlandes zum Einsatz kam. Beim 3:0-Sieg der Skandinavier gegen Nordirland traf Nordtveit erstmals für die Nationalmannschaft. Bundesliga-Rückrundenstatistik Havard Nordtveit: Spiele: 15, Einw-/Ausw.: 0/3, im Kader ohne Einsatz: 0, Tore: 1, Assists: 0, Gelbe Karten: 3, Rote/Gelb-Rote Karten: 0/0 Patrick Herrmann Zu Beginn der Rückrunde präsentierte sich Patrick Herrmann in Galaform. Zum Auftakt gegen die Bayern gelangen ihm zwei Tore beim 3:1-Erfolg. Und auch beim Auswärtssieg in Kaiserslautern traf der 21-Jährige. Auf dem Betzenberg verletzte sich der gebürtige Saarländer aber auch schwer. Nach einem Zusammenprall mit Florian Dick erlitt er einen Schlüsselbeinbruch und fiel damit mehrere Wochen aus. Im Pokalspiel gegen die Bayern kehrte er zurück auf den Platz. Bis zum Saisonende gelang ihm zwar kein eigener Treffer mehr, immerhin vier Torvorlagen konnte der Flügelflitzer aber auch in der Rückrunde verbuchen. Das brachte ihn sogar in den Dunstkreis der A-Nationalmannschaft. Bundesliga-Rückrundenstatistik Patrick Herrmann: Spiele: 13, Einw-/Ausw.: 1/11, im Kader ohne Einsatz: 3, Tore: 3, Assists: 4, Gelbe Karten: 0, Rote/Gelb-Rote Karten: 0/0
U16 noch mit theoretischen Meisterchancen
Den zweiten Tabellenplatz hat die U16 in der U17-Niederrheinliga durch den Kantersieg am vergangenen Wochenende gegen Union Solingen gesichert. Und weil Spitzenreiter SC Kapellen-Erft gegen Ronsdorf Punkte liegen ließ, könnte die Mannschaft von Trainer Sven Schuchardt am letzten Spieltag sogar noch Meister werden. ?Das sind aber nur theoretische Chancen?, sagt der Trainer. Drei Punkte und zwei Tore liegt der VfL-Nachwuchs hinter Kapellen-Erft. Während der Spitzenreiter bei Union Solingen antritt, muss Borussias U16 am Sonntag um 11 Uhr zum VfB 03 Hilden reisen, der in der Tabelle auf Platz drei rangiert. Ziel wird es sein, mit einem guten Ergebnis die Saison erfolgreich zu beschließen. ?Außerdem wollen wir Maik Ferber gerne zum Torschützenkönig der Liga machen?, so Schuchardt. Die Aussichten sind gut. Aktuell liegt Ferber vier Tore vor seinem härtesten Konkurrenten. Für Borussias U15 geht es derweil in den ausstehenden beiden Spielen darum, den vierten Tabellenplatz zu verteidigen. Nach zwei sieglosen Spielen empfängt das Team von Trainer Marc Trostel am Samstag um 13 Uhr den VfL Bochum im BORUSSIA-PARK. Am Donnerstag tankte die U15 Selbstvertrauen, sie errang beim Turnier in Wierden den Titel. Im Finale setzte sie sich mit 4:3 nach Elfmeterschießen gegen den KRC Genk durch. Nun will das Team diesen Rückenwind mit in dieRegionalliga West nehmen. ?Wir wollen den vierten Rang behaupten, deshalb sind wir gegen Bochum gefordert?, so Trostel. Die Bochumer gehören nämlich neben Fortuna Düsseldorf und Rot-Weiss Essen zu einem Trio, das den Borussen in den vergangenen Wochen in der Tabelle bedrohlich nah gekommen ist. U14 will Wiedergutmachung betreiben Die U14 musste am Mittwochabend eine herbe Niederlage bei Bayer Leverkusen einstecken. Im Nachwuchs-Cup unterlag das Team von Trainer Björn Dickmanns beim Tabellenzweiten 0:9 und rangiert damit weiter im Mittelfeld der Tabelle. Bereits morgen kann die U14 Wiedergutmachung betreiben. Um 13 Uhr wird das Spiel beim VfL Bochum angepfiffen. Die Bochumer liegen aktuell auf dem dritten Rang. Borussias U13 hat sich gestern im Reviersport-Cup gegen Borussia Dortmund aufgrund einer starken kämpferischen Leistung ein torloses Unentschieden verdient. ?Wir haben sehr gut gegen den Ball gearbeitet und kaum Torchancen für den Gegner zugelassen?, lobte Trainer Stefan Schulz, dessen Team in der Hinrunde gegen die Dortmunder noch 1:5 verloren hatte. Am morgigen Samstag steht bereits die nächste Partie für die U13 an. Gegner ist um 12 Uhr im BORUSSIA-PARK der 1. FC Köln. Die jüngeren Mannschaften des VfL sind am Wochenende bei Turnieren im Einsatz. Die U11 spielt beim Swarovski-Cup in Innsbruck, die U12 tritt im niederländischen Best an und die U10 reist nach Koog an Zee, bevor sie sich am Dienstagabend um 18 Uhr im BORUSSIA-PARK mit Bayer Leverkusen misst. Die U9 absolviert am Samstag zunächst ein Turnier bei Borussias Partnerclub FC Wegberg-Beeck und trifft im Reviersport-Cup am Sonntag um 15 Uhr im BORUSSIA-PARK auf Wattenscheid 09.
U19 wird Achter beim FIFA Youth Cup in Zürich
In das international stark besetzte Turnier startete die Mannschaft von Trainer Horst Steffen mit einer knappen 0:1-Niederlage gegen Panathinaikos Athen. Der Treffer in der hektischen Partie mit vielen Freistößen fiel bereits in der sechsten Minute. Im zweiten Gruppenspiel gegen das kongolesische Team TP Mazembe errang Borussia beim 2:2-Unentschieden den ersten Punktgewinn. Dabei geriet die Steffen-Elf zunächst mit 0:2 in Rückstand, ehe Moritz Göttel (35.) und Patrick Dertwinkel per Elfmeter (38.) kurz vor dem Ende noch ausgleichen konnten. Gegen Gastgeber FC Blue Stars siegte Borussia mühelos mit 6:2. Lance Mickels startete bereits nach wenigen Sekunden den Torreigen, ehe Dertwinkel (2:1/20.), Patrick Guier (3:1/22.), Marlon Ritter 4:2 (26.), Bence Szenes (5:2/38.) und wiederum Guier (6:2/39.) das halbe Dutzend vollmachten. Im anschließenden Gruppenspiel gegen den Grasshopper Club Zürich präsentierten sich die beiden Team im ersten Durchgang auf Augenhöhe. Nach dem Wechsel erhöhten die Schweizer den Druck und siegten am Ende mit 2:0. Damit landete Borussia in der Gruppe A mit vier Zählern auf dem vierten Platz. Im abschließenden Spiel um den siebten Platz ließen dann bei der Steffen-Elf die Kräfte nach und sie musste sich den Young Boys Bern deutlich mit 0:5 geschlagen geben. Am Wochenende hat die U19 spielfrei. Für sie geht es am kommenden Mittwoch (19.30 Uhr) weiter, dann gastiert sie in der A-Junioren-Bundesliga West beim VfL Bochum.
?Immerhin Vize-Europameister?
Nico, wie fühlst du dich einen Tag nach dem verlorenen EM-Finale? Nico Brandenburger: Das ist ja erst ein paar Stunden her, von daher ist es natürlich immer noch ein sehr bitteres Gefühl. Gerade weil wir erst in der Nachspielzeit das 1:1 bekommen haben. Dabei waren wir in der zweiten Halbzeit viel besser als die Niederländer und hatten das Spiel im Griff. Das ist dann natürlich umso bitterer. Wenn man ein Spiel 0:3 verliert und keine Chance hat, ist das natürlich auch nicht schön, aber man ist hinterher nicht so enttäuscht. Trotzdem muss man den Kopf wieder hoch nehmen und sich auf die nächsten Aufgaben konzentrieren. Es geht einfach weiter. Wusstest du, dass es keine Verlängerung gibt, sondern gleich zum Elfmeterschießen kommt? Nico Brandenburger: Ja, das haben wir vor dem Spiel gesagt bekommen. Vom Spielverlauf her hätte ich natürlich lieber eine Verlängerung gespielt, weil die Niederländer durch das späte Tor mit einer guten Stimmung ins Elfmeterschießen gegangen sind. Das war bei uns natürlich nicht der Fall. Hättest du auch noch einen Elfmeter schießen sollen? Nico Brandenburger: Ja, ich wäre der Übernächste gewesen und ich denke, dass ich ihn rein gemacht hätte (lacht). Bis auf eine Partie standest du in allen Spielen in der Startelf. Wie beurteilst du deine Leistung? Nico Brandenburger: Ich denke, dass ich mich, wie die gesamte Mannschaft, von Spiel zu Spiel gesteigert habe. Nach dem nervösen Beginn in der ersten Partie wurden wir immer besser und haben dann im Finale ein richtig gutes Spiel gemacht, das wir dann leider verloren haben. Was ist das für ein Gefühl, für sein Land bei einer EM spielen zu dürfen? Nico Brandenburger: Man ist natürlich stolz. Es ist ein großartiges Gefühl. Die EM zu spielen hat einfach Spaß gemacht. Auch wenn die Niederlage im Finale natürlich sehr schade ist. Aber das waren jetzt drei lange, harte Wochen und ich denke, dass wir mit der Zeit auch merken werden, was wir erreicht haben. Wir sind ins Finale gekommen und sind immerhin Vize-Europameister geworden. Das ist schon aller Ehren wert. Wo sind die Unterschiede zwischen Spielen im Verein und der Nationalmannschaft? Nico Brandenburger: Bei der Nationalmannschaft wird vor jedem Spiel die Nationalhymne gespielt. Da ist man gleich noch mal extra motiviert. Das ist ein kleines Sahnehäubchen und man freut sich noch mehr auf die anstehende Partie. Außerdem kann man sich mit den Besten aus der ganzen Welt oder bei der EM eben aus ganz Europa messen. Das ist schon etwas Besonderes. Bei Borussia spielen wir auch gegen sehr gute Gegner, aber bei der Nationalmannschaft sind die noch mal ein bisschen besser. Vielleicht hast du es ja schon gehört. Deine Teamkollegen aus Borussias U17 haben gestern den Niederrheinpokal gewonnen? Nico Brandenburger: Das ist natürlich schön, dass sie den Titel geholt haben. Das war nach der Niederlage mit der Nationalmannschaft eine gute Nachricht. Glückwunsch an die Mannschaft.
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